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Das Beichthaus In der oben im Beichthaus
befindlichen, gut belichteten
Beichtkapelle, die links neben dem Kircheneingang
betreten werden kann, sind heute vier der ursprünglich acht teilweise in die Wand eingelassene
Beichtstühle aus Nussbaum aufgestellt, was auf einen umfangreichen
Wallfahrtsbetrieb schliessen lässt. Die dreiseitig abgeschrägten
Beichtstühle mit Rundbogenöffnungen und Schnitzverzierungen am
Abschlussgesims wurden 1757 von Caspar Mutach aus Malters geschaffen. Als
wertvoll gilt der an der Ostwand stehende, in seiner ursprünglichen
Fassung erhaltene
Kreuzaltar von Urs Fluder, der als beispielhaft für
den volkstümlichen Rokokostil gilt. Der Altaraufbau wird von einem
grossen Christus am Kreuz geprägt, der, assistiert von Maria und Josef,
die Welt erlöst. Zu Füssen des Kreuzes windet sich die teuflische
Schlange um die durch die Sünde gespaltene Weltkugel. Links von ihr
sitzt die Sünde, dargestellt als Frau mit einer entblössten Brust und
dem Pfau der Hoffart, Eitelkeit und des Hochmutes, rechts ein den Tod
darstellendes Gerippe: Eine eindrückliche Mahnung vor der Beichte! Im
Abschluss der vergoldeten und von
Putten bestückten Fassung des
Altaraufbaus ist das von
Cherubim umschwebte
Auge
Gottes zu sehen.
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