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Der Kirchenpatron Heiliger St. Jost
Eigentlicher Name: Jodokus; andere Namen gleicher Bedeutung: Jost,
Iudocus, Josse, Just, Jobst, Jox. Fest am 13. Dezember.
Weitere Patroninnen und Patrone Die heutige
Kirche St. Jost geht ursprünglich auf die von Hartmann Krämer aus
Blatten (Brunau) gestiftete Kapelle zurück. Am 5. Mai 1391 weihte
Heinrich Zirker, Weihbischof von Konstanz, die Kapelle zu Ehren von
Jungfrau Maria, Jost, Dorothea und Barbara.
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Die ursprüngliche Marienfigur kehrt zurück
Die Kirche Blatten wurde 1391 nebst dem heiligen Jost auch Maria
geweiht. 1642 wurden die beiden - Maria und Jost - gewidmeten
Seitenaltäre geschaffen und damit wohl auch die entsprechenden
Heiligenfiguren. Im Archiv findet sich nur eine Pauschalrechnung für die
neuen Altäre samt Bildhauerarbeiten, die keinen Aufschluss über die
Marienfigur gibt. Mariengewänder Ab
1646 sind mehrfach wiederkehrend Rechnungen für Gewänder einer Maria bei
den Akten. Somit muss es sich bei der Heiligenstatue um eine sog.
Ankleidemadonna gehandelt haben. Solche Statuen wurden jeweils bei
Prozessionen mitgetragen, wie sie für Blatten dokumentiert sind. Es ist
nicht ganz klar, ob die Ankleidemadonna 1715 durch eine neue
Ankleidemadonna ersetzt wurde. Laut dem 1877 aufgenommenen Inventar gab
es in der Kirche nun eine Vollskulptur-Maria, während darin weder eine
Ankleidemadonna noch Kleiderrechnungen erwähnt sind. Bis zur Renovation
1960 stand diese stilistisch aus dem 19. Jh. stammende Marienfigur im
linken Seitenaltar. Wegen angeblich mangelnder Wertschätzung wurde auf
Veranlassung von Baukommissionspräsident und Antiquitätenhändler
Achermann damals die Marienfigur durch eine - allerdings weniger
wertvolle - Statue aus dem Kunstmarkt ersetzt, die bis 2010 den linken
Seitenaltar zierte. Über den Verbleib der seinerzeitigen Ankleidemadonna
gibt es keine Hinweise in den Archivakten; darum gilt es als
wahrscheinlich, dass sie in den Handel gelangte. In Privatbesitz Die
Mutter von Architekt Gabriel Wey, eine Marienverehrerin, erwarb Ende der
40er-Jahre von Antiquitätenhändler Lörch aus Rotkreuz/ZG eine
Ankleidemadonna, die sie inzwischen ihrem Sohn vererbte. Laut
brieflicher Zusicherung stammte diese Madonna ursprünglich aus Blatten.
Im Zuge der jetzigen Renovationsarbeiten gewann Architekt Wey die
Überzeugung, dass die ihm gehörende Ankleidemadonna tatsächlich aus
Blatten stammen muss. Es zeigte sich z.B., dass die Konsole des
Marienseitenaltars nicht für eine Vollskulptur, sondern eine viel
leichtere, für Prozessionen gebrauchte Ankleidemadonna geschaffen war
und weder zur bisherigen noch vorherigen Statue passte. Der
eidgenössische Experte und die Denkmalpflegerin teilen mit Architekt Wey
die Überzeugung, dass dessen Ankleidemadonna im 17. Jh. geschaffen
worden sein muss und eine grosse Verwandtschaft zu den wertvollen,
damals von Bildhauer Hartmann gefertigten Skulpturen aufweist. Dass
seine Madonnenstatue aus Blatten stammen dürfte, zeigte sich beim
erstmaligen Aufstellen im Seitenaltar: der am Rücken der Madonna
angebrachte Befestigungshaken passt genau in eine auf derselben Höhe in
der Altarnische gefundene Flickstelle. Die Ankleidemadonna ist zurück Da Baukommission, Gemeindeleiter Zemp und der Kirchenrat es mit Zustimmung der Denkmalpflege einhellig begrüssen, schenkt Architekt Wey die Ankleidemadonna der Kirchgemeinde Malters, nicht zuletzt auch aus Freude darüber, dass die Statue damit wohl an ihren angestammten Platz zurückkehrt. Darum wird ab der Einweihung im Marienseitenaltar eine Ankleidemadonna stehen, während die bisherige Statue in der Sakristei einen Platz findet.
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